Die lokalen Gemeinschaften fordern nun eine Mitsprache im Schliessungsprozess. Unterstützt werden sie von der Arbeitsgruppe Schweiz – Kolumbien, die ihre Tätigkeit nach fast 40 Jahren einstellen wird. Ihr Generalsekretär Stephan Suhner nahm Ende Mai an der Generalversammlung des Schweizer Rohstoffmultis teil. Die Ergebnisse der neuen Handelsstudie des GDI «Ausgebummelt – Wege des Handels aus der Spass- und Sinnkrise» deuten darauf hin, dass sich die Einstellung zum Einkaufen gewandelt hat. Es wird nicht mehr als angenehme Freizeitbeschäftigung, sondern als «mühsame Tätigkeit» wahrgenommen. Höhere Fachprüfung (HFP)Möchtest du nach deiner Lehre noch höher hinaus, kannst du eine Höhere Fachprüfung absolvieren.
Ein heute von zahlreichen Nichtregierungsorganisationen veröffentlichtes Briefing beleuchtet die Hintergründe der Klage Azienda Elettrica Ticinese (AET) gegen den deutschen Kohleausstieg vor einem Schiedsgericht. Das öffentlich-rechtliche Schweizer Unternehmen verlangt eine Entschädigung für die Abschaltung eines Kohlekraftwerks im nordrhein-westfälischen Lünen, an dem es eine Beteiligung hält. Wenige Jahre nach dem Rückzug von Glencore aus der Prodeco-Mine hat die kolumbianische Regierung arbivex programm ihre endgültige Schliessung beschlossen.
Sie besitzen weniger Drohpotenzial und sind stabile Partner für eine offene Volkswirtschaft wie die Schweiz. Indien und Kanada sind gute Beispiele, ebenso wie viele Staaten in Lateinamerika und Asien. Mit dem internationalen Handel von Gütern und Dienstleistungen erzeugt die Schweiz in vielen Ländern Wohlstand – so auch in den USA. Ohne den Handel mit der Schweiz wären viele Länder in Europa, Amerika und Asien etwas ärmer. Der Avenir-Suisse-Freiheitsindex misst jährlich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Freiheiten in den Schweizer Kantonen.
Repräsentative Studie zum Schweizer Handel
Ein möglicher Grund für den relativen Bedeutungsverlust liegt bei den aufstrebenden, stark wachsenden Ländern wie beispielsweise China. Während sie früher mehrheitlich für den Aussenmarkt produziert haben, ist der Heimmarkt mittlerweile stark angestiegen und ein immer höherer Anteil ihrer Produktion wird im Inland konsumiert. Deutliche Einkommenszuwächse ermöglichten diese Erhöhung des inländischen Konsums (ECB 2016, Lund et al. 2019). Im Zuge der Globalisierungswelle der letzten drei Jahrzehnte hat sich der grenzüberschreitende Handel einem strukturellen Wandel unterzogen. Der Warenhandel bleibt dominant, doch Dienstleistungen, Investitionen sowie auch der Austausch von Arbeitskräften werden immer wichtiger. Aber auch die Hürden, die einem freien Handel im Wege stehen, sind nicht mehr von gleicher Natur.
Laufender Handel
- Die Schweiz verfügt heute mit 8500 Kontingenten pro Jahr über eine sehr restriktive Regelung zu den Drittstaatenkontingenten.
- Insbesondere zwischen ähnlich entwickelten Industriestaaten spielen Zölle heute kaum mehr eine Rolle (mit Ausnahme der Landwirtschaft), wenngleich die USA diese Errungenschaft seit einiger Zeit wieder aufs Spiel zu setzen scheinen.
- Die Verlässlichkeit der Daten zum Dienstleistungshandel ist somit deutlich geringer als derjenigen zum Warenhandel.
- Sollte die Schweiz das Abkommen eines Tages übernehmen, muss sie für eine Korrektur sorgen.
- Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler analysiert gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Veränderungen mit den Schwerpunkten Handel und Konsumverhalten.
Im Jahr 2017 treibt die Mehrheit der Länder mehr Handel mit China als mit den USA, so etwa auch die Schweiz (Dümmler und Anthamatten 2019). Aber auch die Handelsströme unter den grossen Wirtschaftsmächten haben sich sehr verändert. So sind die chinesischen Exporte in die USA zwischen 2002 und 2017 um rund 300% gewachsen, diejenigen nach Europa sogar um 600% (vgl. Abbildung 3). Der EU haben im gleichen Zeitraum je um etwa 500% zugenommen, während das Wachstum der Handelsströme zwischen den USA und der EU deutlich schwächer war (rund 100%). Diese wirtschaftlichen Verschiebungen sind der wahre Grund hinter dem derzeitigen Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die dritte, aber nicht weniger bedeutende Kategorie von nicht-tarifären Handelshemmnissen sind Regulierungen auf dem inländischen Markt.
Internationale Handelspolitik
Handelsstatistiken erfassen nur diejenigen Dienstleistungen, die sich über die Grenzen hinweg «bewegen», aber nicht diejenigen, die in die Herstellung eines Produktes fliessen, welches dann wiederum in den Export fliesst. Rund ein Drittel des Wertes von physischen Produkten stammt aus Dienstleistungen, die bei der Produkterstellung anfallen (Miroudot und Cadestin 2017). So wird etwa die jahrelange Forschung, die in die Entwicklung eines Krebsmedikaments fliesst, nicht von der Exportstatistik erfasst, auch wenn das Krebsmedikament danach in grossem Masse exportiert wird (Lund et al. 2019). Neben den grundsätzlich vorhandenen Problemen bei der statistischen Erfassung von Dienstleistungen (vgl. Box 2) führt auch dieser Umstand zu einer unterschätzten Rolle der Dienstleistungen für den Export. Abgesehen von der dominierenden Rolle der Dienstleistungen in der nationalen Wertschöpfung wird das Wachstum des Dienstleistungshandels vor allem durch neue Technologien und Kommunikationskanäle begünstigt. Dienstleistungen sind handelbarer geworden, die räumliche Trennung von Nachfrage und Angebot spielt – zumindest bei nicht persönlichen Dienstleistungen – eine immer geringere Rolle.
Devisen: US-Dollar bröckelt im späten Handel etwas ab
Und sechstens sollte sich die Schweiz noch stärker als Technologiehub positionieren. Dafür ist das flexible Innovationssystem der Schweiz mit einer starken Grundlagenforschung unerlässlich.
Heute arbeiten beispielsweise viele Beratungsfirmen mit Dienstleistern in Indien, die für sie Recherche- und Auswertungsaufgaben ausführen. Kurz vor Abschluss der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit Thailand führte das SECO die erste Ex-ante-Nachhaltigkeitsstudie durch. Diese ist leider zu allgemein gehalten, weist methodische Verzerrungen auf und identifiziert weder die Risikosektoren deutlich genug, noch schlägt sie konkrete Lösungen vor, um auf die identifizierten Risiken zu reagieren. Alliance Sud hat seit der Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 1995 an allen Ministerkonferenzen teilgenommen und die Schweiz stets ermahnt, nicht gegen die Interessen der Entwicklungsländer zu handeln. Dies gilt insbesondere mit Blick auf den erhöhten Schutz des geistigen Eigentums, der das Recht auf Gesundheit und Saatgut bedroht. Ausfuhrgenehmigungen sind keine Verbote, sondern Bemühungen um die Verhinderung von Transfers, die zur Entstehung von Trägersystemen für Massenvernichtungswaffen beitragen könnten.
Allerdings wurden fast alle Befragungen für die Erhebung vor der jüngsten Intervention der USA in Venezuela durchgeführt. In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt Ende des vergangenen Jahres durchwachsen gezeigt. Während der Anstieg der Beschäftigung schwächer als erwartet ausfiel, ging die Arbeitslosenquote etwas zurück.
Neben den multilateralen Abkommen bewirkten auch die heute rund 300 bilateralen und plurilateralen Handelsabkommen sowie verschiedene unilaterale Bestrebungen ein kontinuierliches sinkendes Niveau der globalen Zölle. So betrug das durchschnittliche Zollniveau nach dem Zweiten Weltkrieg rund 15%, heute geht man von ungefähr 5% aus (Fink und Kurz 2018). Insbesondere zwischen ähnlich entwickelten Industriestaaten spielen Zölle heute kaum mehr eine Rolle (mit Ausnahme der Landwirtschaft), wenngleich die USA diese Errungenschaft seit einiger Zeit wieder aufs Spiel zu setzen scheinen. Dienstleistungstätigkeiten tragen heute rund 70% zum Welt-BIP bei und stellen für viele reiche Länder den mit Abstand wichtigsten Wirtschaftssektor dar. Die steigende Bedeutung von Dienstleistungen oder immateriellen Werten im Handel reflektiert somit den dominierenden Anteil des dritten Sektors in den wirtschaftlich weit entwickelten Ländern. Das globale Handelsvolumen hat seit dem Zweiten Weltkrieg ein starkes Wachstum verzeichnet.